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Werkstoffe

Einweginstrumente schaffen Mehrwert in der Medizintechnik

Knieoperation zählen zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen. Bisher sind dafür viele Instrumentensets und Positionierschablonen nötig. Diese konventionelle Methode ist teuer, zeitaufwendig und für Patienten und Chirurgen eine belastende Prozedur. Der Einsatz von Einweginstrumenten (englisch: Disposable Instruments) kann dieses Verfahren optimieren. Und so funktioniert es: Mithilfe einer Kernspintomographie oder einer Computertomografie (CT) wird ein dreidimensionales Bild des Knies hergestellt. Unregelmäßigkeiten des Knies werden korrigiert, es wird an das zu verwendende Implantat angepasst. Auf Basis dieser Informationen wird aus dem biokompatiblen Werkstoff PA 2200 von EOS ein Einweginstrument hergestellt, das dem Chirurgen mit einer Genauigkeit von einigen Millimetern genau anzeigt, wo er schneiden oder bohren muss. Dieses Instrument wird nur einmal für einen bestimmten Patienten verwendet. Martin Bullemer erläutert: "Einweginstrumente sind eine echte e-Manufacturing Anwendung, die wir bereits heute mit vorhandenen Mitteln realisieren können und sie bietet deutliche Vorteile für Patienten, Chirurgen und Krankenhäuser. Daher sind Einweginstrumente eine sehr interessante Option für Medizintechnik-Unternehmen."

 

 

Vorteile für den Patienten

Der Patient verbringt weniger Zeit im Operationsraum und benötigt eine kürzere Anästhesie, was das Risiko von Komplikationen und Infektionen deutlich senkt. Außerdem wird das Implantat präzise platziert, was die Gefahr des Scheiterns einer Operation verringert. Das Implantat fühlt sich natürlicher an und hält länger als konventionelle Implantate. Und zuletzt: Da im Gegensatz zu herkömmlichen Operationsmethoden wirklich nur das Nötigste an gesundem Gewebe oder Knochen entfernt werden muss, ist der Erholungsprozess für den Patienten in der Regel auch schneller und weniger schmerzhaft. Er kann früher das Krankenhaus verlassen und kann schneller wieder in seinen normalen Lebensalltag zurückkehren.

 

 

Vorteile für den Chirurgen

Die Operationsmethode mit Einweginstrumenten macht zahlreiche Schritte, die bisher nötig waren, überflüssig. Dadurch werden wertvolle Minuten gespart. Die auf den Patienten zugeschnittenen Einweginstrumente helfen dem Chirurgen, schnell und präzise zu arbeiten. Das Knie muss nicht unnötig zurechtgeschnitten werden, um es dem Implantat anzupassen. Gesunde Knochen und Bänder werden erhalten, das Implantat fügt sich perfekt in die Anatomie des Knies ein. Komplikationen werden so bei der Operation minimiert, ein Scheitern verhindert.

 

Vorteile für das Krankenhaus

Die Kosten einer Operation werden deutlich gesenkt. Die neue Methode erlaubt es den Krankenhäusern, die Kosten für Sterilisation und Lagerung von Einweginstrumenten vor und nach dem Eingriff im Gegensatz zur traditionellen Methode auf ein Minimum zu reduzieren.

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr die Vorteile des Laser-Sinterns. Das Verfahren ist immer dann attraktiv für einen Kunden, wenn es darum geht, mehrere individuelle Teile zu fertigen. Es bietet eine schnelle und höchst flexible Lösung an und ist der Schlüssel für viele Fertigungsanwendungen – traditionelle Fertigungstechniken stoßen hier oft an ihre Grenzen.